Aktuelles rund um Rakete

Die Rakete kann es noch

05.12.2011

S. Hayward
 
W. Diederich B. Sajovitz S. Dudley
(46. M. Gottschling)    
 
M. Lürken R. Breuer F. Bluhm P. Schmitz
       
G. Ebert ©
 
J. Dubbel   T. Breitenauer
(60. D. Bicking) (46. T. Kleuel)



Nach den bitteren Wochen mit null Punkten und 2:13 Toren empfingen die arg gebeutelten Raketen zum vorletzten Spieltag der Hinserie den Tabellendritten aus Glehn.

Das Spielertrainergespann Schweer/Sajovitz konnten wieder auf einige Leistungsträger zurückgreifen. Unter anderem kehrten Felix Bluhm und Jan Dubbel zurück ins Team.
Mit ordentlich Wut im Bauch wollten die Raketen für Wiedergutmachung sorgen.

Mit der Hoffnung, der Gegner würde die Holzbüttgener augrund der letzten Ergebnisse ein wenig unterschätzen, rechnete man sich gute Chancen im Heimspiel aus. Schließlich wurden innerhalb von eineinhalb Jahren nur zwei Pflichtspiele auf Holzbüttgener Asche verloren.

Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr. Nach knapp 120 Sekunden konnte Jan Dubbel nach einer Freistoßflanke von Robin Breuer problemlos zur 1:0-Führung einköpfen.
Von Beginn an erspielten sich beide Seiten große Tormöglichkeiten. Zum Glück aus Sicht der Hausherren konnten die Gäste klarste Einschussgelegenheiten nicht nutzen.
Nach gut zehn Minuten konnte abermals Jan Dubbel auf 2:0 erhöhen. Vorausgegangen war eine sehenswerte Kombination über die linke Seite mit Beteiligung von Philipp Schmitz, Guido Ebert und Tim Breitenauer.

Die Raketen spielten sich nun in einen Rausch, es erinnerte schon fast an vergangene erfolgreichere Zeiten.

Robin Breuers Pfostenschuss in der 25. Spielminute konnte Jan Dubbel im Nachschuss zum 3:0 verwerten. Ein lupenreiner Hattrick vom so zuverlässigen Mittelstürmer der Rakete.
In der Folge nahmen die Gastgeber den Fuß vom Gas, doch die spielstarken Gäste kamen vorerst nicht mehr gefährlich vor das Holzbüttgener Gehäuse.

Praktisch mit dem Pausenpfiff gelang Martin Lürken, heute im rechten Mittelfeld eingesetzt, womöglich das Tor des Monats Dezember.
Mit seinem begnadeten rechten Fuß zirkelte er das Leder in den linken Winkel. Die Flugversuche vom Glehner Keeper waren umsonst, der Ball schlug genau unterm Lattenkreuz ein.
Ein herrlicher Treffer, der die Zuschauer in Ekstase versetzte.

Mit einem überzeugenden 4:0 ging es zum Pausentee. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gab es in der Halbzeitansprache der Rakete ausschließlich lobende Worte und Anerkennung vom Trainer Matthias Schweer.
Bloß kein schnelles Anschlusstor fangen war die Devise, die unter anderem auch von Captain Guido Ebert ausgegeben wurde.
Obwohl die Rakete nicht mit dem Druck aus Halbzeit eins zu Werke ging, blieb man vorerst gegentorlos.

Im Gegenteil: Nach einer guten Stunde Spielzeit konnte der Spielführer der Holzbüttger erfolgreich zum 5:0 einnetzen. Ein Flachschuss mit seinem eigentlich schwächeren linken Fuß ließ dem Glehner Torwart keine Abwehrschance.

Leider gelang es der Rakete nicht, zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor zu bleiben. In den Schlussminuten erzielten die Glehner noch zwei Treffer, die beide sehr sehenswert herausgespielt wurden. Aufgrund der guten Spielanlage und der vielen Tormöglichkeiten aus dem ersten Durchgang waren diese auch hochverdient.

Der Schiedsrichter war aufgrund der vielen Treffer und der überzogenen gelb-roten Karte für Guido Ebert offensichtlich beim Zählen überfordert, sodass er Philipp Schmitz’ 6:2 nicht mehr in den Spielberichtsbogen eintrug.
Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass auch dieser Treffer herrlich herausgespielt wurde.

Die Zuschauer bekamen heute das wahrscheinlich beste Spiel seit geraumer Zeit zu sehen.
Mit diesem hochverdienten Heimsieg zeigte die schon totgesagte Rakete, dass sie noch lebt und durchaus guten Fußball auf den Platz bringen kann.

Bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel für die Rakete auf dem Programm. Man empfängt Zons III, die nun einen Platz vor der Rakete stehen. Mit einem neuerlichen Heimsieg kann man an den Dormagenern vorbeiziehen.

So könnte die verkorkste Hinrunde zumindest zum Teil ein bisschen gerettet werden.

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Kommentar von Libero | 05.12.2011

Geht doch! Weiter so Jungs.

Kommentar von Benni | 05.12.2011

Der Spielberichtsbogen weist das richtige Ergebnis aus. Wahrscheinlich war der Schweer schon so im Rausch vor Freude, dass die Ergebnismeldung nicht stimmt.